19.08.2016

Hainsacker besteht Abenteuer 2. Liga

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Aleksandar Lazov, Gabor Borsos, Adam Kellner, Vasile Antonescu, Valentin Florez, Hans Geldhäuser, Gyorgi Balazs und Dusan Lojda (v.l.). Nicht auf dem Foto: Claudio Grassi und Alexis Klegou.Foto: privat


Vier Wochen 2. Tennisbundesliga sind vorbei, vier Wochen, die für den Liga-Neuling besser gelaufen sind, als es wohl jeder der Beteiligten erwartet hatte. In der Abschlusstabelle belegt Hainsacker einen unerwarteten dritten Tabellenplatz und bereitete seinen Gegnern mehr Mühe als erwartet. Selbst der spätere Meister Weinheim hatte bei seinem 5:4-Sieg gegen den kleinen Landverein zu kämpfen, das bayerische Tennis-Urgestein, der TC Großhesselohe hatte die Niederlage im Sportpark am Harreshof mit seinem fünf Plätzen bestimmt ebenfalls nicht einkalkuliert. Gegen den Oberpfälzer Kontrahenten TC Amberg am Schanzl glückte den Hainsackern erstmals in der Ära Geldhäuser ein Sieg.

Positive Bilanz

Deswegen klingt auch ein klein wenig Stolz in der Stimme von Hans Geldhäuser durch: „Eigentlich hat unsere Mannschaft komplett über ihrem Niveau gespielt. Wenn ich mir den Aleksandar Lazov beispielsweise anschaue, der in der Weltrangliste bei 450 rumsteht und dann haut der dir immer wieder 100er bis 200er Spieler weg. Wahnsinn.“ So fällt die Bilanz des Teammanagers durchweg positiv aus, zumal Hainsacker nicht nur das letzte Heimspiel gegen SC Uttenreuth vor 250 Zuschauern mit 8:1 gewann, sondern bereits auswärts in Reutlingen mit 5:4 siegreich geblieben war. „Ich bin rundum glücklich. Es ist total schön. Und zweite Liga ist halt doch noch mal eine andere Welt als Regionalliga“, konstatiert Geldhäuser.

Dass es bei den Absteigern ausgerechnet Amberg und Uttenreuth erwischt hat, bedauert Geldhäuser. Derbys haben immer ihren Reiz.

Ob die SpVgg Hainsacker dieses Abenteuer auch nächstes Jahr wagt, lässt Geldhäuser nach wie vor offen. Das wird im Oktober entschieden. Es hängt davon ab, was der Vorstand sagt, ob die alten Sponsoren bleiben und eventuell neue aquiriert werden können, und natürlich nicht zuletzt von den Mitgliedern.

Professionelle Bewirtung, ein verpachtetes Restaurant – wie es bei vielen Tennisanlagen gang und gäbe ist, gibt es in Hainsacker nicht. „Das ist natürlich entscheidend, ob die Mitglieder wieder vier Tage opfern wollen, um sich acht Stunden freiwillig an den Grill stellen, Getränke auszuschenken, et cetera. Ohne deren Einsatz geht es einfach nicht“, sagt Geldhäuser. Sollte man sich in Hainsacker für den Verbleib in der 2. Liga entscheiden, würde Geldhäuser sein Team, mit dem er bis auf die Neuverpflichtungen Lazov und Dusan Lojda den Aufstieg aus der Regionalliga geschafft hatte, gerne so halten. Menschlich passt es.

Als Fremdenführer unterwegs

Am Abschlusswochenende betätigte sich Geldhäuser unter anderem als Fremdenführer: Die Walhalla stand auf dem Programm, auch ein Abstecher zum Challenge: „Da gelten keine Ausreden, wenn sie hier spielen, müssen sie auch die Gegend sehen.“ Quelle: (Birgit Pinzer/MZ)

Letzte Änderung: 21.08.2016, 13:32 Uhr

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