07.08.2018

Hainsacker ist voll im Abstiegskampf

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Die Konsequenz aus dem 2:7 und 3:6 für das letzte Wochenende der Saison ist damit klar, wenn die dritte Zweitliga-Saison nicht die vorerst letzte sein soll. Am Freitag ab 13 Uhr im Heimspiel gegen den Tabellenletzten Rüsselsheim, der selbst mit einem Sieg nur noch theoretische Chancen hat, und am Sonntag im Bayern-Derby in Würzburg geht es für Hainsacker um den Ligaerhalt.

Die Rechnung von Teammanager Hans Geldhäuser ist so einfach wie schwer umzusetzen: „Wir müssen zweimal gewinnen, dann können die anderen anstellen, was sie wollen. Unser Glück ist ja, dass wir alles noch in der eigenen Hand haben.“

Das hängt natürlich auch wie immer an Personalien. „Bei uns ist das nicht so einfach wie im Fußball, wo du deine 20 Mann im Training und Zugriff auf sie hast“, sagt Geldhäuser. „Im Tennis musst du alles organisieren.“ Und so muss er abwarten, wie Hainsackers italienischer Einser Gianluca Mager beim Challenger-Turnier in Pullach abschneidet und ob von SpVgg-Nummer drei Zsombor Piros aus Ungarn die Botschaft die Botschaft kommt, dass er sich erholt fühlt.

Vergangene Woche hatte der 18-jährige Piros, der 2017 zwei Grand-Slam-Siege bei den Junioren sammelte und sich mittlerweile auf Position 378 der Herren-Weltrangliste gekämpft hatte, beim Turnier im tschechischen Liberec gegen den topgesetzten Portugiesen Pedro Sousa erst im dritten Satz mit 6:7 verloren und hatte enttäuscht die Spiele mit Hainsacker abgesagt.

Das Duo Mager/Piros hat in seinen fünf bisherigen Saisonspielen zwar bisher nur verloren, würde aber das Team stärker machen, weil andere Spieler in der Aufstellung nach hinten rutschen. Auch ein Ansatzpunkt ist der Match-Tiebreak, jener auf zehn Punkte verkürzte dritte Satz, in dem Hainsacker bei einer bisherigen 6:13-Bilanz zu zwei Dritteln verlor. „Das ist eine schlechte Ausbeute und wie ein Fluch“, sagt Geldhäuser.“

Auch in Pforzheim kostete dieser „Fluch“ bei einer 1:3-Minusbilanz alle Chancen. Dafür freute sich Geldhäuser gegen das mit den Stars Florian Mayer und Sebastion Ofner angetretene Großhesselohe über die mit 300 Zuschauern volle Anlage. „Gegen solche Leute spielen unsere Spieler sonst nie“, saget Geldhäuser. „So könnte es immer sein, bis auf das Ergebnis natürlich.“ Aber das soll am Freitag natürlich auch anders aussehen.

Von Claus-Dieter Wotruba

Letzte Änderung: 24.08.2018, 11:30 Uhr

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